Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis

23 Das würde Robert Franz tun, wenn er Prostatabeschwerden hätte. Video 23

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Das Verfahren hat zum Ziel, die Viskositiät des Prostatasekrets zu verringern. Dies wird durch die Verwendung von mukolytisch wirkenden Substanzen erreicht.

Dadurch kann der Abfluss dieses Sekrets verbessert werden. Als Folge nehmen die Spannung und der damit verbundene Spannungsschmerz ab, die Prostata schwillt ab, ihre Durchblutung wird erhöht und die Entleerung der Blase erleichtert. Dies kann wiederum zu einem verbesserten Zugang von Antibiotika zu entzündetem Gewebe führen. Nach dem vorgeschlagenen Behandlungsansatz können die mukolytisch wirkenden Substanzen entweder separat oder in Kombination mit passenden Antibiotika angewendet werden.

Nach der Zahl der ambulanten Behandlungsfälle bei einem Urologen steht Prostatitis sogar an erster Stelle vor den beiden anderen führenden Prostataerkrankungen, der gutartigen Prostatahyperplasie BHP, benign prostatic hyperplasia und dem Prostatakarzinom. Curtis Nickel: Prostatitis: The last frontier. Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis J. Lenk: Diagnostik der chronischen Prostatitis. Urologe A 40, Mc Nauphton Collins et al. A national survey of physician visits.

Ursache und Pathogenese ihrer verschiedenen Formen sind mit Ausnahme der relativ selten auftretenden akuten Typ I oder chronischen Typ II bakteriellen Prostatitis noch nicht genau bekannt.

Die asymptomatische Prostatitis Typ IVdie als Zufallsbefund entdeckt werden kann, spielt wegen ihrer Symtomfreiheit therapeutisch keine Rolle. Lenks. Curtis Nickels. Das Muster der verschiedenen Symptome bei Prostatitis wird als Prostatitissyndrom bezeichnet.

Patienten mit chronisch verlaufenden Prostatitisformen erleiden eine erhebliche Minderung der Lebensqualität. Die Beschwerden können so erheblich sein, dass sie selbst zu Suizidalität führen können S. Die bei der Therapie der Prostatitis eingesetzten Präparate gehören zur Klasse der Antibiotika, der alpha-Rezeptorenblocker, zu Muskelrelaxantien, Antiphlogistika oder Phytotherapeutika.

Auch Analgetika und Anticholinergika werden verwendet. Urologe A Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur wirksamen Behandlung und Differentialdiagnose der Prostatitiden bereitzustellen. Dazu soll eine Substanzklasse eingesetzt werden, die nach bisherigem Stand der Technik nicht in Erwägung gezogen wurde, und deren Wirkmechanismus für die Behandlung der Prostatitiden neuartig ist. Weiterbildungen des Verfahrens sowie pharmakologische Zusammensetzungen sind Gegenstand der übrigen abhängigen und Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis Ansprüche 2 bis 23, deren Wortlaut durch Bezugnahme zum Inhalt Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis Beschreibung gemacht wird.

Unter mukolytisch wirkenden Substanzen, kurz Mukolytika, werden hier und im Folgenden solche Wirkstoffe verstanden, welche die physikalisch-chemischen Eigenschaften des Sekrets der Prostata verändern, ihre Entfernung aus der Prostata erleichtern bzw.

Die Prostata ist eine zusammengesetzte Drüse, die Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis Sekret bei der Ejakulation in die Harnröhre abgibt und dem Samen beimischt. Histologisch finden sich im Lumen der Prostatadrüsen eingedickte, geschichtete Sekretmassen Prostatasteine, Concretio prostatica.

Die hier vorgeschlagene Behandlung hat zum Ziel, die Viskosität des Prostatasekrets zu verringern. Beides wirkt sich in verschiedener Hinsicht günstig aus. Erstens nehmen die Spannung und der damit verbundene Spannungsschmerz ab.

Zweitens schwillt Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis Prostata ab, wodurch drittens ihre Durchblutung erhöht wird, was viertens Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis Entleerung der Blase erleichtert. Die verbesserte Durchblutung führt fünftens zu einem verbesserten Zugang von Antibiotika zu entzündetem Gewebe. Von vielen Thiolen, zu denen auch Cystein zählt, ist beispielsweise bekannt, dass sie mukolytische Eigenschaften aufweisen.

Diese Substanz wird beim Menschen zur schleimlösenden Therapie bei akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien angewendet. Acetylcystein entfaltet seine mukolytische Wirkung auch auf Sekretansammlugen in den Nebenhöhlen und im Mittelohr.

Der Wirkungsmechanismus von Acetylcystein basiert auf einer Reduktion der Disulfidbindungen zwischen Glykoproteinen durch seine freien Sulfhydrilgruppen. Dadurch werden Glykoproteine depolymerisiert, und die Viskosität des Schleims z. Aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften wirkt Acetylcystein darüber hinaus lokal entzündungshemmend D.

Plumb: Veterinary Drug Handbook. Zu weiteren Vorteilen von Acetylcystein, die seinen Einsatz bei der Behandlung von Prostatitis begünstigen, zählen geringe Nebenwirkungen, was durch eine jahrelange Verwendung auf anderen Indikationsgebieten vielfach bestätigt wurde. Anstelle von ACC können auch Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis dieses Wirkstoffs, wie beispielsweise N-acetylcystein-L-lysinat, oder seine Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis, von denen einige mukolytisch und entzündungshemmend wirken s.

EPoder seine weiteren Derivate zur Anwendung gelangen. Ein Beispiel für eine Substanz mit derartigem Wirkmechanismus ist Carbocistein S Carboxymethyl -L-Cysteinder keine Thiolgruppe besitzt und somit nicht direkt mit den Schleimmolekülen reagieren kann. Es wird angenommen, dass diese Substanz intrazellulär in die Schleimsynthese eingreift und dabei die Bildung von niederviskösem Schleim fördert.

Gleichzeitig wird die Synthese Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis hochviskösem Schleim unterdrückt. Auch Derivate dieser Substanz können verwendet werden. Von einigen dieser Derivate ist bekannt, dass sie neben mukolytischen auch schmerzlindernde, entzündungshemmende und fiebersenkende Eigenschaften aufweisen s. USdie für die Behandlung der Prostatitis von Vorteil wären.

In einer alternativen Ausführung werden Mukolytika enthaltende Zusammensetzungen in Kombination mit Antibiotika eingesetzt. Diese können in einem Präparat oder aber getrennt dem Patienten verabreicht werden.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass einige Antibiotika wegen möglicher Wechselwirkungen mit ACC getrennt und zeitverschoben verabreicht werden sollen.

Die Verabreichung von Mukolytika erfolgt bevorzugt oral in einer therapeutisch wirksamen Dosis und geeigneten Formulierung. Zur Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis Applikation eignet sich insbesondere ACC, das in Form von Kapseln, Brause- oder Lutschtabletten oder Säften bereits in anderen Indikationsgebieten erfolgreich eingesetzt wird. Andere Verabreichungsformen sind aber auch denkbar. Nach dem bislang gängigen Behandlungsschema werden bei Prostatabeschwerden zunächst unterschiedliche Laborparameter zur Erkennung eines möglichen Prostatakarzinoms bestimmt.

Luboldt und H. Deshalb wird üblicherweise, vor allem wenn es gelingt, Entzündungserreger nachzuweisen, zunächst eine Therapie mit Antibiotika versucht. Dann ist bisher der nächste notwendige diagnostische Schritt die Mehrfach — Stanzbiopsie. Im entnommenen Gewebe lässt sich bösartiges Gewebe erkennen und damit die Diagnose spezifizieren. Trotz konstant hoher PSA Werte lässt sich aber häufig kein Prostatakarzinom histologisch verifizieren, eine Krebstherapie z. Diese therapieresistenten Fälle stellen ein häufiges Problem in der urologischen Praxis dar.

Unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhalts werden folgende neue Behandlungsansätze vorgeschlagen:. Der hier vorgeschlagene Einsatz von Mukolytika beinhaltet somit die Möglichkeit einer schonenden, effizienten Behandlung der Prostatitis, die schon nach kurzer Zeit zur wesentlichen Besserung oder gar zum gänzlichen Abklingen der Beschwerden führen kann.

Vergleichsstudie: traditionelle Therapie versus Mukolytika Behandlung Der Patient, 68 Jahre alt, litt seit Jahren an Prostatitiden mit erheblichen Beschwerden, wie sie oben beschrieben wurden. Tabelle 1. Da auch das so genannte freie PSA relativ niedrig war ein weiterer Indikator für ein Prostatakarzinomwurden zunächst in der Facharzt — Praxis, nach einiger Zeit an einer Universitäts-Klinik Mehrfach-Stanzbiopsien durchgeführt.

Die histologischen Befunde sprachen gegen ein Karzinom. Entsprechend dem bisher Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis Behandlungsschema war der nächste empfohlene Schritt bei diesem Patienten, dessen Beschwerden erheblich waren, eine transurethrale Resektion der Prostata. Nach einem Tag waren die Beschwerden deutlich reduziert, nach einem weiteren Tag verschwunden.

Seither ist der Patient weitgehend beschwerdefrei. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die oben beschriebenen Anwendungsbeispiele beschränkt.

Vielmehr sind viele Abwandlungen möglich, die sich aus der medizinischen Praxis ergeben, und damit vom Umfang dieser Erfindung erfasst sind. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz zusätzlich entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz ein Thiol ist.

Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis, dass die mukolytisch wirkende Substanz zur Substanzklasse der Cystein-Derivate gehört. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz Acetylcystein N-acetyl-L-cystein, ACC oder eines seiner Derivate, insbesondere ein Salz, ein Thioether oder ein Thioester, ist.

Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz Mercaptoethansulfonsäure, Tiopronin, Methylcystein oder eines ihrer Derivate ist. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz ein Thioether oder ein Thioester ist. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz die Bildung von niederviskösem Schleim fördert.

Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz S- Carboxymethyl -L-Cystein oder eines seiner Derivate ist. Verfahren nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz in Kombination mit Antibiotika eingesetzt wird.

Zusammensetzung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz zusätzlich entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz ein Thiol ist.

Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz zur Substanzklasse der Cystein-Derivate gehört. Zusammensetzung nach Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis einem der Ansprüche Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz Acetylcystein N-acetyl-L-cystein, ACC oder eines seiner Derivate, insbesondere ein Salz, ein Thioether oder ein Thioester, ist.

Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz Mercaptoethansulfonsäure, Tiopronin, Methylcystein oder eines ihrer Derivate ist. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz ein Thioether oder ein Thioester ist. Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz die Bildung von niederviskösem Schleim fördert.

Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die mukolytisch wirkende Substanz S- Carboxymethyl -L-Cystein oder eines seiner Derivate ist.

Zusammensetzung nach Ein Verfahren zur Behandlung von Prostatitis einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner Antibiotika enthält.

Zusammensetzung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur oralen Verabreichung vorgesehen ist. DE DEA1 de DEA1 de. WOA2 de. Bodmer J. Tissue distribution of S-carboxymethylcysteine in the rat: concentration in the mucus-producing organs including the prostate. In: Chemical Abstracts, Abstr.